Leistungen

tibb Profil/Leistung

Die Leistungen

 

Die Leistung des Trägers liegt bei folgenden Aufgaben:

  • Allgemeine Verwaltung
  • Bearbeitung und Koordinierung von Vermittlungsanfragen
  • Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Publikationen
  • Koordinierung des fachlichen Austausches der Familienberater und Familienberaterinnen sowie der netzwerkübergreifend tätigen therapeutischen und sozialpädagogischen Fachkräfte
  • Regelmäßiger Austausch mit den Jugendämtern
  • Fort- und Weiterbildung für die Pflegefamilien wie für die Familienberaterinnen und Familienberater sowie aller anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Organisation und Durchführung von:
 
  • Grundkursen für Bewerberfamilien
  • regelmäßige Elternseminaren zu spezielles Fachthemen, mindestens viermal im Jahr
  • Freizeiten für die Kinder, Jugendlichen und der Familien
  • Tagesausflüge und -veranstaltungen für die Pflegefamilien
  • Qualifikationskursen für Pflegeeltern ohne sozialpädagogischen Berufsabschluss
  • Bereitstellung von Coaching, Supervision, Jugendpsychiatrischer Beratung im Bedarfsfall
  • Grundlagen- und Forschungsarbeiten sowie Weiterentwicklung des Konzeptes
  • Sicherstellung von Selbstevaluation

 

Die Leistung der Familienberaterin/des Familienberaters liegt bei folgenden Aufgaben:

  • Zusammenarbeit mit dem zentralen Werbungs- und Vermittlungsteam, Prüfung von Bewerberfamilien unter Einbeziehung einer Kollegin/eines Kollegen und/oder der Co-Beratung
  • Vorbereitung der Bewerberfamilien auf ihre zukünftige Rolle und gemeinsame Reflexion aller Schritte zur Vermittlung und Aufnahme
  • Beratung bei der Vorlage der geforderten Nachweise, ggf. auch einer Nachqualifikation.
  • Begleitung des Vermittlungsprozess in enger Absprache mit den Beteiligten aus Pflegefamilie, Jugendamt, Heim bzw. Herkunftsfamilie u.ä.
  • Individuelle und kontinuierliche Begleitung, Beratung und Unterstützung der Pflegefamilien.
  • Intensive Unterstützung und ggf. Organisation entlastender Angebote in besonderen Belastungs- und Krisensituationen
  • Begleitung von Umgangskontakten
  • Vor- und Nachbereitung der Hilfeplangesprächen zusammen mit der Pflegefamilie
  • Durchführung von regelmäßigen regionalen Elterngesprächskreisen
  • Kontaktpflege zum Kinde bzw. Jugendlichen
  • Mitwirken bei der Kooperation mit Schulen, Therapie und anderen Einrichtungen
  • Begleitung der Nachbetreuung

 

Die Leistung der tibb-Pflegefamilie liegt bei folgenden Aufgaben:

  • Sicherstellung der allgemeinen Grundversorgung und Zusammenarbeit mit den Schulen, Ärzten, Therapeuten usw.
  • Souveräner Umgang mit der Balance zwischen der Sicherung der Privatsphäre für alle Familienmitglieder und der notwendigen Offenheit gegenüber einer fachlichen Kontrolle.
  • Überdurchschnittliche persönliche und soziale Kompetenz in der Gestaltung eines lebendigen gleichzeitig strukturierten Erziehungsalltags. Kreativer Umgang mit den Ressourcen der Familie und ihrer Umgebung
  • Fachliche Eignung zur Betreuung besonders problembeladener Kinder und Jugendlicher, in der Regel Abschluss einer pädagogischen, psychologischen oder therapeutischen Berufsqualifikation und Erfahrungen im Arbeitsbereich der Erziehungshilfen oder Bereitschaft zu einer Nachqualifikation
  • Souveräner und sensibler Umgang mit den körperlichen Themen des Familienalltags (Intimität, Sexualität, Nähe und Distanz)
  • Therapeutisches Grundverständnis im Umgang mit traumatisierten und/oder vernachlässigten Kindern und Jugendlichen bzw. Bereitschaft, sich dieses zu erarbeiten
  • Bereitschaft zur kontinuierlichen Reflexion der pädagogischen Arbeit und zur intensiven und langfristigen Zusammenarbeit mit der Familienberaterin/dem Familienberater
  • Bereitstellung der sachlichen Voraussetzungen für die Betreuung eines Kindes, in der Regel ein Einzelzimmer
  • Je nach Bedarf und Vereinbarung im Hilfeplan Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie (unter Federführung der Familienberaterin/des Familienberaters)
  • Regelmäßige Teilnahme an den Fortbildungsangeboten des Trägers
  • Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit anderen Pflegefamilien

 

Die Leistung der Therapeutischen Fachkräfte liegt bei folgenden Aufgaben:

  • Nach lerntheoretischem Verständnis gehen wir davon aus, dass Lernen einen Veränderungsprozess impliziert, bei dem bestimmte Merkmale zu- oder abnehmen. Mit verhaltenstherapeutischen Methoden greifen wir den besonderen Förder- und Therapiebedarf der Pflegekinder auf und helfen ihnen so den Alltag in der Familie, der Schule und in der Freizeit mit Erfolgserlebnissen und Erfahrung eigener positiver Selbstwirksamkeit zu leben
  • Der sukzessive Aufbau sozial kompetenter Verhaltensweisen beim Pflegekind und dazu das selbstverantwortliche Handeln beim Jugendlichen stehen im Fokus
  • Mit Hilfe diagnostischer Instrumente und individuell angepassten Interventionsmethoden  gewährleisteten wir, dass Therapie auf das Kind zugeschnitten ist und es so individuell gefördert werden kann. Dem therapeutischen Spiel wird dabei eine große Bedeutung beigemessen
  • Gruppensettings und Elternarbeit sind ein weiterer Bestandteil der therapeutischen Arbeit.
  • Unsere Aufgabe lautet nicht, ein Kind zum „Funktionieren“ zu bringen, sondern es in der Ausübung seiner Lebens- und Entwicklungsaufgaben zu unterstützen
  • Wir sind dabei nicht auf eine Therapierichtung festgelegt, sondern offen für alle wissenschaftlich anerkannten Methoden

 

Die Leistung der Sozialpädagogischen Ergänzungskräfte (Zusatzleistung) liegt bei folgenden Aufgaben:

  • Zeitweise Unterstützung und Entlastung der Pflegefamilie (wochentags oder an Wochenenden) in außergewöhnlichen Krisensituationen oder auch im Einzelfall regelmäßig über einen längeren Zeitraum
  • Erweiterung des Handlungsspektrums der Pflegefamilie durch Hilfe bei der Integration des Kindes bzw. Jugendlichen in soziale Netzwerke
  • Laufende Abstimmung und Reflexion der Betreuungsarbeit mit der Pflegefamilie und der zuständigen Fachberaterin/dem zuständigen Fachberater
  • Teilnahme an den Fortbildungsveranstaltungen des Trägers

 

Die Leistung der Co-Beratung und der externen Coachs liegt bei folgenden Aufgaben:

  • Vermeidung von „blinden Flecken“ und systemischen Verstrickungen
  • Kollegiale Beratung
  • Unterstützung beim Krisenmanagement

 

Selbstevaluation und Forschung

Selbstevaluation bedeutet für uns, dass wir unter externer wissenschaftlicher Beratung mit Hilfe von Methoden der empirischen Sozialforschung die Qualität des eigenen Handelns überprüfen. Diese Qualität lässt sich – in der klassischen Dreiteilung – im Hinblick auf ihre strukturellen Voraussetzungen, ihre prozess- und ergebnisbezogenen Aspekte untersuchen.

Wir verfolgen Untersuchungsansätze in Form von Prozessanalysen, in denen Aktivitäten der Pflegefamilien und die Interaktionen mit den Kindern und Jugendlichen laufend beobachtet und optimiert werden.

 

Formale Qualitätssicherung bei der Auswahl der Pflegefamilien

Vor der Umsetzung der Vermittlung müssen die Bewerberfamilien vorlegen:

  • Ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis für alle erwachsenen Haushaltsmitglieder (Wiedervorlage nach 3 Jahren)
  • Ein Gesundheitszeugnis von den Erziehungspersonen
  • Bestätigung einer Belehrung zum § 8a KJHG und zum Datenschutz
  • Abschluss eines oder Aufnahme in einen tibb-Grundkurses, der spätestens 6 Monate nach Aufnahme eines Kindes abgeschlossen sein sollte. Er umfasst bei neuen Pflegefamilien 120 Ust und bei erfahrenen Pflegeeltern 40 Ust.
  • Nachweis über die fachliche Eignung zur Betreuung besonders problembeladener Kinder und Jugendlicher, in der Regel Abschluss einer pädagogischen, psychologischen oder therapeutischen Berufsqualifikation und Erfahrungen im Arbeitsbereich der Erziehungshilfen oder Bereitschaft zu einer Nachqualifikation (berufsbegleitende Ausbildung zum staatl. anerk. Erzieher, zur staatl. anerk. Erzieherin)

Das örtlich zuständige Jugendamt wird über die bevorstehende Vermittlung informiert.

 

Qualifikation und Tätigkeitsprofil der Familienberater und Familienberaterinnen

Die Familienberater und Familienberaterinnen verfügen als sozialpädagogische Fachkräfte in der Regel über eine einschlägige Hochschulausbildung (Dipl. Päd., Dipl. Soz. u.ä.) oder eine entsprechende Zusatzqualifikation. Eine auf die Beratung bezogene Weiterbildung (Familiencoach DGfC, Familientherapeut/in, Coach DGfC, Supervisor DGSv o.ä.) ist verbindlicher Bestandteil der professionellen Rolle.

Alle Familienberaterinnen und Familienberater sind zukünftig in der Regel festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der tibb Kinder- und Jugendhilfe.

 

Regionale Präsenz

Regionalbüros der Kinder- und Jugendhilfe tibb befinden sich zur Zeit neben der zentralen Verwaltung und Leitung in 49477 Ibbenbüren, Osnabrücker Str. 125, in 35041 Marburg, Haselhecke 8a und im Rheinland (in Planung).

 Die Pflegefamilien verteilen sich auf folgende Regionen:

  • Westfalen-Lippe
  • Rheinland
  • Hessen
  • Niedersachsen